29. 10.: Buchvorstellung in Leipzig und online

Am 29. 10. wird endlich doch noch eine Releaseveranstaltung des Buchs Links-Nietzscheanismus. Eine Einführung stattfinden und zwar vor Ort in Leipzig im Pöge-Haus um 19 Uhr. Man kann sich aber auch online zuschalten. Ich werde kurz meine Thesen vorstellen und außerdem auf einen spannenden Strang innerhalb der links-nietzscheanischen Debatten eingehen: Die Vorstellung, dass soziale Transformation nicht über große Ereignisse wie Revolutionen geschehen sollte, sondern durch allmähliche Entwicklungen, ausgehend von kleinen Räumen, in denen das angestrebte Ideal bereits innerhalb der bestehenden Gesellschaft versucht wird zu realisieren. Ein solches Konzept sozialer Transformation vertrat etwa auch Gustav Landauer, der in meinem Buch eine der Hauptfiguren ist – und entsprechend ist der Release auch Teil einer mehrteiligen Veranstaltungsreihe zum wohl bedeutendsten deutschsprachigen Anarchisten.

Mehr Informationen dazu und der offizielle Ankündigungstext der Veranstaltung finden sich auf der Seite der HARP (Link).

5 thoughts on “29. 10.: Buchvorstellung in Leipzig und online”

  1. Seiltaenzery sagt:

    „Der Sozialismus ist das Bestreben mit Hilfe eines Ideals eine Wirklichkeit zu schaffen. Das muss zunächst gesagt werden.Wenn auch das Wort Ideal durch traurige Heuchler und gemeine Schwächlinge, die sich gern Idealisten nennen und sodann durch Philister, Wissenschaftskrämer ,die sich gern Realisten nennen, in Verruf gekommen ist“

    Gustav Landauer

    Ich kommentiere bzw. korrigiere …

    Jeder auserlesene Mensch trachtet instinktiv nach seiner Burg und Heimlichkeit, wo er von der Menge, den Vielen, den Allermeisten erlöst ist, wo er die Regel »Mensch« vergessen darf,

    Friedrich Nietzsche ..Der Freie Geist

    Sozialismus ist die Burg und Heimlichkeit wo der auserlesene Mensch die die Regel »Mensch« vergessen darf. Das muss zunächst gesagt werden . Das Wort Ideal wäre demnach nicht durch jene o.g. Herrschaften , sondern vielmehr durch die Regel »Mensch«.in Verruf gekommen und so ist eins gewiss ..

    „Wer nicht im Verkehr mit Menschen gelegentlich in allen Farben der Not, grün und grau vor Ekel, Überdruß, Mitgefühl, Verdüsterung, Vereinsamung schillert, der ist gewiß kein Mensch höheren Geschmacks; gesetzt aber, er nimmt alle diese Last und Unlust nicht freiwillig auf sich, er weicht ihr immerdar aus und bleibt, wie gesagt, still und stolz auf seiner Burg versteckt, nun, so ist eins gewiß: er ist zur Erkenntnis nicht gemacht, nicht vorherbestimmt.“

    Friedrich Nietzsche ..Der Freie Geist

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