Neue Besprechung von Ulrich Busch

Der Ökonom Ulrich Busch kommt trotz mancher Kritik im Detail in seiner Besprechung für die Zeitschrift Berliner Debatte Initial (Nr. 4 [2020], S. 145-150) zu einer positiven Gesamteinschätzung. Was den ersten Band betrifft, stimmt er mir in einigen Punkten zu, widerspricht mir jedoch auch in manchen. Zum ersten Abschnitt des zweiten Bandes hält Busch lobend fest:

Am meisten überzeugt der erste Abschnitt, welcher der Interpretation Nietzsches in der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg gewidmet ist. Die Ausführungen zu Georg Brandes, zum Einfluss Nietzsches auf den Feminismus und den Anarchismus, auf die Lebensreform-Bewegung und anderes mehr sind sehr informativ, gut recherchiert und werden anschaulich entwickelt. Es wird auch deutlich, dass es sich tatsächlich um Varianten eines „Links-Nietzscheanismus“ handelt. (S. 146)

Auch für den vierten Abschnitt findet Busch sehr anerkennende Worte:

Eine bessere und ausführlichere Behandlung [als aus Buschs Sicht die deutsche Nietzsche-Rezeption nach 1945; PS] erfährt die Nietzsche-Interpretation in Frankreich. Auf 135 Seiten erfährt der Leser viel Wissenswertes und vor allem vom deutschen Diskurs Verschiedenes über den „fröhlichen Nihilismus“ Nietzsches im französischen Existenzialismus, Dadaismus und Surrealismus, bei Georges Bataille, Michel Foucault, Gilles Deleuze und Félix Guattari, Jacques Derrida und François Laruelle. Hier verfügt der Autor offensichtlich über ein beachtliches Spezialwissen. Seine Darstellung des französischen Nietzsche-Bildes rundet den Text ab. (S. 147)

Er hebt zudem positiv hervor:

Der Text wird ergänzt durch ein ausführliches Literaturverzeichnis sowie ein Sach- und Personenregister, was die Arbeit mit dem Buch erheblich erleichtert. (Ebd.)

Er kommt zu dem Gesamtfazit: “[A]lles in allem ist das Buch eine bemerkenswerte Publikation.” (Ebd.)

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